Der E-Postbrief - hilft der bei der elektronischen B2B-Kommunikation?

Seit einigen Tagen biete die Deutsche Post den E-Postbrief an. Mit einer riesigen Werbekampagne werden Privatanwender und Unternehmen angesprochen. Die IT-Experten sind eher skeptisch und weisen auf folgende Schwächen hin:

 

- der E-Postbrief ist aus heutiger Sicht keine qualifizierte elektronische Signatur

- aus den AGB geht hervor, dass die eigenen Adressdaten durchaus für Vermarktung und Adresshandel genutzt werden könnten

- der Brief unterliegt nicht dem Fernmeldegeheimnis, so dass Ermittlungsbehörden leicht drauf zugreifen können

- die eigenen Briefe werden nicht gelöscht (Vorratsdatenspeicherung?)

- u.v.m.

 

Fazit: Der E-Postbrief ist keine Hilfe bei der EDI-Kommunikation. Ob er Vorteile in anderen Bereichen der Geschäftskommunikation bringt, wird sich zeigen und vor allem auch von der Akzeptanz abhängen. Privatleute sollten eher skeptisch sein.

 

Interessant ist das Interview mit Udo Vetter (www.lawblog.de):