Die Sanitärausstellungen des Großhandels werden vom Endverbraucher entweder zufällig oder gar nicht gefunden

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die ITEK gemeinsam mit der Firma Nexoma hinsichtlich der Internet-Präsenz des deutschen SHK-Großhandels durchgeführt. Ein Teil der Fragestellung bestand darin, zu klären, wie gut ein Endverbraucher die Ausstellungen des Großhandels finden kann, um dort die Fachberatung für den Kauf von Sanitärprodukten in Anspruch zu nehmen.

 

 

Es wurden die typischen Internet-Suchstrategien im Hinblick auf die lokale Suche betrachtet, wobei folgende grundsätzliche Kriteriengruppen bzgl. Suchmaschinenoptimierung im Fokus standen:

 

- Technische Qualität der Seiten,

- Auffindbarkeit für Internet-Auftritte in Suchmaschinen,

- Usability,

- lokales Ranking und

- Web 2.0 Präsenz.

 

Insgesamt wurden 29 Unternehmen analysiert, die in Deutschland insgesamt mehr als 90 % des SHK-Großhandelsmarktes darstellen. Die Ergebnisse wurden über ein Scoring-Modell zu einem Ranking zusammengefasst.

 

Obwohl die Bedeutung des Internet als Informationsmedium vor und in der Kaufphase bekannt ist, wird der eigentlichen Frage "Wie findet der Endverbraucher mich im Internet?" wohl eine eher untergeordnet Bedeutung zugewiesen. Gerade die lokale Suche ist hier schon heute von entscheidender Bedeutung und wird in den nächsten Jahren noch an Bedeutung gewinnen. Viele Potenziale werden überhaupt nicht erschlossen, so z. B.

 

- Berücksichtigung der Suchstrategien der Nutzer des Internet,

- Suchmaschinengerechte Web-Seiten (OnPage-Optimierung),

- Lokale Internet-Werbung,

- Produktgattungsbezogener Content,

- Backlink-Generierung,

- Web 2.0 Plattformen und deren Aspekt der Imagebildung und Verbesserung des PageRanks.

 

Diese Ergebnisse beziehen sich zunächst nur auf das Finden von Fachausstellungen. Noch problematischer wird es, wenn an die Produktsuche geht. Obwohl die SHK-Branche über hochwertige Produktstammdaten verfügt, werden über Google & Co. in erster Linie Internet-Anbieter gefunden und die Fachschiene geht unter. Produktbezogene Suchmaschinenoptimierung findet so gut wie nicht statt.

 

Fazit: Die Branche und jedes einzelne Unternehmen benötigen Konzepte zur Stärkung der Präsenz im Internet. Momentan ist man noch nicht bei Web 1.0 angekommen, die besonderen Herausforderungen von Web 2.0 werden durch die Konkurrenz anscheinend besser antizipiert.

In vielen Fällen wäre eine wesentliche Verbesserungen der eigenen Auffindbarkeit mit einfachen Mitteln machbar.