ETIM SHK kommt voran

Zusammen mit Vertretern aus Industrie und Großhandel werden seit Ende 2015 Workshops zur Erarbeitung der ETIM Klassifizierung für die deutsche SHK-Branche durchgeführt. Aufgeteilt in 14 Produktbereiche wurden bereits auf Basis der niederländischen Vorarbeiten die Bezeichnungen der einzelnen Produktklassen, die zugeordneten Synonyme und technischen Merkmale sowie fehlende Produktklassen erarbeitet.

 

 

Die Überarbeitung der Produktbereiche Sanitärkeramik, Wannen und Duschabtrennungen wurde bereits abgeschlossen. Weiterhin wurden folgende Produktbereiche größtenteils bearbeitet: Sanitärarmaturen, Badausstattung, Ablaufsysteme Syhpon/ Rohrsysteme Zulauf, WC/Urinal-Zubehör/ Vorwandinstallationen, Pumpen, Wärmeverteilung und Heizungsarmaturen. Offen sind noch die Bereiche Rohrsysteme Ablauf, Installationsarmaturen, Wärmeerzeugung (Heizung und Warmwasser) sowie Abgassysteme. 

 

Der Status in Europa

 

Auch die FEST (Europäische Vereinigung der Sanitär und Heizungsgroßhändler) hat sich für den ETIM Klassifizierungsstandard ausgesprochen. Es werden klare Vorteile bezüglich der Auffindbarkeit von Produkten, der Katalogerstellung und des Kundenservice gesehen. Beinahe die Hälfte der teilnehmenden Länder hat in den letzten vier Jahren Aktivitäten in Richtung ETIM Klassifizierung unternommen. Der Status der deutschen Aktivitäten ist vergleichbar mit denen der skandinavischen Länder.

 

Wie geht es weiter?

 

Ziel ist es, die klassifizierten Produkte 2017 in ETIM 7.0 einfließen zu lassen. Auf Basis von ETIM 7.0 ist anschließend die Industrie aufgefordert, ihre Produkte den einzelnen Klassen zuzuordnen und die Merkmalsausprägungen entsprechend zu erfassen. Im Bereich der elektronischen Kommunikation steht darüber hinaus noch die Erweiterung der Branchen-Stammdatennachricht und Schnittstellen an. Die Branchenverbände arbeiten mit Hochdruck an der ETIM Umsetzung. Es braucht jedoch noch etwas Geduld, bis die ETIM Einführung abgeschlossen ist und alle Marktpartner von der Umsetzung profitieren.