VDZ Plattform seit 1.4.2017 um Festbrennstoffe erweitert

Für Heizung- und Warmwasseranlagen fordert die EU bereits seit 2015 ein Energielabel, wie es auch von Fernsehern, Kühlschränken und anderen Haushaltsgeräten bekannt ist. Ab dem 01.04.2017 gibt es eine entsprechende Forderung auch für Festbrennstoffkessel bis 70 kW und deren Kombination mit Regelungstechnik und Solarunterstützung als Verbundanlage (LOT 15). Während die Hersteller ihren Informationspflichten bereits seit dem 01. April nachkommen müssen, haben die Händler und Handwerker eine Übergangsfrist bis zum 01. Juli, um die Informationspflichten zu erfüllen. 

 

Die EU-Regelung betrifft Anlagen mit einem oder mehreren Wärmeerzeugern, die auf Festbrennstoffbasis ein mit Wasser betriebenes Zentralheizungssystem mit Wärme versorgen und nicht mehr als 6 % der Nennwärmeleistung an die Umgebung verlieren. So fallen Pellet-, Scheitholz- und Hackschnitzelkessel und auch Kohlekessel unter die Regelung. 

 

Nicht betroffen sind:

  • Wasserführende Kaminöfen
  • Kessel zur ausschließlichen Trink- oder Sanitärwassererwärmung
  • Kessel mit gasförmigen Wärmeträgern (Dampf oder Luft)
  • Festbrennstoffkessel mit KWK ab 50 kWel
  • Kessel zur Verbrennung nicht-holzartiger Biomasse

Die auf der ITEK Cloud Technologie basierende VdZ Plattform HEIZUNGSLABEL.de erfüllt die Anforderungen der neuen EU-Regelung seit dem 01. April 2017 und erstellt für Verbundanlagen die erforderlichen Energielabel.  Die Technologie wurde im Rahmen eines Pilotbetriebes getestet und inzwischen liefern eine Reihe von Festbrennstoff-Anbietern die entsprechend benötigten Stammdaten.