Building Information Modeling

BIM (Building Information Modeling) ist ein Modell zum digitalen Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden. Durch BIM ändern sich entsprechend die Prozesse der Beteiligten (Architekt, Planer, Herstellern, Großhändlern, Handwerker, Facility Managern usw.). Motto: Erst entsteht das virtuelle Gebäude, dann das reale. 

BIM betrifft alle Gebäudebereiche und erfordert ein Zusammenwirken aller Marktpartner (Verbände, Architekten, Planer, Großhandel, Industrie, Handwerk). Es ist einer starken Veränderung der Bauprozesse auszugehen und auf dem Weg dorthin sind insbesondere die Branchenstandards zu gestalten bzw. zu optimieren.

Die Dimensionen von BIM

BIM hat 7 Dimensionen. Eine grafische Planung erfolgt heute dreidimensional, also den Raum abbildet. Mit dem BIM Konzept kommen weitere Dimensionen dazu, die eigentlich das Herzstück von BIM sind. Insgesamt entsteht so eine Gesamtsicht auf das Gebäude, welche von der Planung, über die Erstellung, den Betrieb, bis hin zum Abriss und der Entsorgung eine integrierte Planung ermöglicht. Im Allgemeinen werden die folgenden weiteren Dimensionen unterschieden:

  • 4. Dimension (4D), die Ablaufplanung, Der Ablauf eines Bauprojektes kann bereits im Rechner simuliert werden. Hieraus kann das spezielle Zeitmodell des Bauablaufs entwickelt werden.
  • 5. Dimension (5D), die Kostenplanung, Durch eine detaillierte Mengenermittlung und Bewertung aller Arbeitsvorgänge können die Kosten des Bauprojektes ermittelt und durch Was-wäre-wenn-Betrachtungen optimiert werden. Insbesondere kann so auch die Verfertigung optimiert werden.
  • 6. Dimension (6D), die Nachhaltigkeit, Über ein Energiemodell werden Energieeffizienz und Nachhaltigkeit geplant. Dies schließt auch Fragen des Recyclings ein.
  • 7. Dimension (7D), das Facility Management, Alle Informationen über das Gebäude werden digital dokumentiert. Für den Betrieb und die Wartung des Gebäudes stehen alle relevanten Informationen zur Verfügung.

Qualitätsanforderungen

Unter dem Oberbegriff BIM werden heute eine Vielzahl von Entwicklungen und Standards vermarktet. Die Komplexität des Ansatzes führt dazu, dass völlig unterschiedliche Verständnisse entstehen, welche Anforderungen an „BIM-Daten“ erfüllt sein müssen. Es gibt keine klare Vorgabe, welche Qualitätsanforderungen BIM-Daten erfüllen müssen, um den Anforderungen der verschiedenen Zielgruppe zu genügen. Da auch der Handel zunehmend „BIM-Daten“ von der Industrie einfordert, ist es wichtig, dass hier einheitliche Qualitätsstandards definiert werden, damit die hohen Erstellungskosten und der tatsächliche Nutzen in einem akzeptablen Verhältnis stehen.

Aktuell scheint es sinnvoll, den IFC-Standard als Ziel der BIM-Standardisierung zu sehen. Mit der VDI 3805 steht dem Heizungsbereich bereits ein offener Standard zur Verfügung, der gegenwärtig die höchste Form der BIM-Fähigkeit innerhalb der Heizungsbranche darstellt. Die Integration in den BIM-Standard IFC sowie in Richtung des Klassifizierungssystems ETIM ist auf dem Weg. Dagegen stehen im Sanitär-Bereich neben älteren, proprietären Standards (z. B. DWG, DXF), das proprietäre REVIT-Format sowie das offene IFC-Format zur Verfügung. Letzteres ist allerdings aktuell im Bereich der Merkmale noch nicht sanitär-spezifisch ausgeprägt. Insbesondere die Integration mit ETIM erscheint wichtig.

Die folgende Darstellung gibt eine grobe Sicht auf die Datenqualitätsebene, berücksichtigt aber bei weitem noch nicht alle Aspekte einer technischen Standardisierung (z. B. Level of Detail, Level of Information, Kompatibilität verschiedener 3D-Geometrien). 

Zukünftig muss es Aufgabe der standardisierenden Verbände und Organisationen sein, die konkreten Anforderungen an die Datenqualität von BIM-Daten zu entwickeln. Andernfalls entstehen teilweise unnötige Kosten, insbesondere bei den Herstellern im Rahmen der Datenerstellung.

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